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Kommunale Wege zu Zero Waste: Leipziger Perspektiven auf der Fachkonferenz

Am 27. und 28. Januar 2026 fand in Leipzig die Fachkonferenz „Zero Waste Strategien für Abfallwirtschaftsbetriebe“ statt – ein bedeutender Branchenaustausch zu innovativen Ansätzen der Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Obladen Akademien Verbund in Kooperation mit dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU). Ziel war es, praxisnahe Lösungen und konkrete Umsetzungswege vorzustellen, damit Kommunen ihre Kreislaufwirtschaft stärken können. Ebenfalls wichtig dabei: Netzwerkarbeit und der Austausch über konkrete Projekte.

Als Vertreter der Stadtreinigung Leipzig waren Elke Bröcker, Enrico Frenkel und Alena Gröhn aktiv am Programm beteiligt. Elke Bröcker, Kaufmännische Betriebsleiterin, präsentierte unter dem Titel „Zurück in die Zukunft – Leipzig auf dem Weg zur Zero Waste Stadt“ kommunale Herausforderungen und Chancen hinterlegt mit Beispielen aus Leipzig und Impulsen für die Weiterentwicklung kommunaler Aktivitäten zur Abfallvermeidung.

Enrico Frenkel, Leiter des Bereichs Recht und Service, beleuchtete in seinem Beitrag „Alt ist neu! Vermeidung neuer Textilien und Elektrogeräte“ praktikable Ansätze, wie Ressourcenverbrauch im Alltag reduziert werden kann. Zudem skizzierte er, wie kommunale Verantwortung und rechtliche Rahmenbedingungen sinnvoll zusammenwirken.

Alena Gröhn, Projektleiterin des Konzeptladens Wiederschön, stellte praxisnahe und innovative Ansätze vor, die Abfallvermeidung mit bewusstem Konsum und einer gelebten Reparaturkultur verbinden. Dabei zeigte sie auf, welchen wichtigen Beitrag lokale Initiativen zum Aufbau einer lebendigen und funktionierenden Zero-Waste-Struktur leisten können. Diese Ansätze knüpfen unmittelbar an das städtische Projekt „Mein Leipzig schon ich mir“ an, das Bürgerinnen und Bürger für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sensibilisiert und darauf abzielt, Restabfälle zu reduzieren sowie Wertstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten. Abgerundet wurde ihr Beitrag durch einen Besuch im Konzeptladen, der bei allen Beteiligten großen Eindruck hinterließ und die zuvor vorgestellten Konzepte anschaulich und greifbar machte.

Der Austausch mit anderen Fachkräften – zum Beispiel im World Café und in Praxisrunden – bot wertvolle Impulse zu Themen wie Netzwerkbildung, Abfallberatung und bürgernahe Kommunikationsstrategien. Insgesamt zeigte die Konferenz eindrucksvoll, wie Zero Waste als klarer, zukunftsweisender Ansatz für die kommunale Abfallwirtschaft funktionieren kann – eine Vision, die wir als Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig teilen und stärken.